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Insulinresistenz

Morgens vor dem Frühstück sind im Blut Zucker und Insulin niedrig. Wenn wir nun kohlenhydrathaltige Lebensmittel, z.B. Brot oder eine Birne essen, steigt der Blutzuckerspiegel an. Ein erhöhter Blutzucker bewirkt, dass Insulin ausgeschüttet wird. Das Hormon Insulin senkt den Blutzuckerspiegel wieder. Einfach gesagt, öffnet es dem Zucker den Weg vom Blut hinein in die Körperzellen, versorgt sie so also mit Nahrung und gibt auch das Signal, dass Enerige gespeichert werden soll.

Ist man von der Insulinresistenz (kurz IR) betroffen, reagieren die Zellen nicht mehr auf normale Mengen des Insulins und nehmen den Zucker aus dem Blut nur zögerlich auf – sie sind also resistent gegen Insulin. Die Zellen brauchen aber Energie und der Blutzucker muss sinken, deshalb wird nun viel mehr Insulin ausgeschüttet, und zwar so viel, bis die Zellen die Türen öffnen und den Zucker reinlassen. Der Blutzuckerspiegel sinkt dann schnell wieder auf ein normales Niveau.
Weil so viel Insulin ausgeschüttet wurde, wurde permanent signalisiert: Energie speichern! – Der Energiespeicher unserer Körper sind Fettzellen, weshalb viele Insulinresistenz-Patienten oftmals auch übergewichtig sind und Schwierigkeiten haben abzunehmen. Doch der erhöhte Insulinspiegel kann auch noch zu jeder Menge anderer unterschiedlicher Beschwerden und Symptome führen.

Bei mir waren es vor allem permanente Antriebslosigkeit, extreme Müdigkeit nach Mahlzeiten (ich konnte dann gut 2 – 3 Stunden lange Nickerchen machen), ein sehr langer unregelmäßiger Zyklus von 6-9 Wochen, extreme depressive Verstimmungen und Stimmungsschwankungen, Übergewicht und dunkle Hautverfärbungen. Seitdem ich die Ernährung umgestellt habe, bin ich so wach und klar im Kopf wie nie, nur wenn ich versehentlich etwas Falsches esse, falle ich wieder ins „Fresskoma“. In solchen Momenten lerne ich jedes mal wieder zu schätzen, dass es mir mit der richtigen Ernährung so viel besser geht. Und auch mein Zyklus hat sich auf eine normale Länge von um und bei vier Wochen verkürzt – schon nach einem Monat richtiger Ernährung! Naja und am Gewicht arbeiten wir noch. *hüstel* 😀

Ändert man nun nichts an seiner Ernährung und Lebensweise, kann indessen dazu kommen, dass der Insulinausstoß irgend wann nicht mehr ausreicht, um den Blutzuckerspiegel zu regulieren. So kann sich die Insulinresistenz zum einem Diabetes Typ 2 weiterentwickeln, bei dem der Blutzuckerspiegel ständig zu hoch ist, was viele fatale Folgen mit sich bringen kann.

Symptome

  • extreme Müdigkeit nach kohlenhydratreichen Mahlzeiten
  • Gewichtszunahme, auch wenn man nur normale Portionen isst
  • Schwierigkeiten beim Abnehmen
  • Hungergefühl auch nach den Mahlzeiten
  • Unruhegefühl, Zittern, Schwitzen, Schwäche, wenn man längere Zeit nichts gegessen hat (Unterzucker-Gefühle)
  • Antriebslosigkeit, allgemeine Müdigkeit
  • Konzentrationsbeschwerden
  • Gedächtnisprobleme
  • gedrückte Stimmung, Verschlechterung des seelischen Zustandes, wenn man zu Depressionen neigt
  • Reizbarkeit
  • Periodestörungen (z.B. beim PCO-Syndrom, aber auch ohne PCO)
  • dunkle Hautverfärbungen am Hals, unter den Achseln, in den Arm- und Kniebeugen, im Intimbereich (Acanthosis nigricans)
  • ein sich nicht erfüllender Kinderwunsch

Die richtige Route zur konformen Mahlzeit

Echt einschläfernd: zu große Portionen. Iss lieber nicht zu viel auf einmal.

So geschmackvoll: Versuchs mal mit verschiedenen Gewürzen.

Keiner mag gern vernachlässigt werden: Denk auch die Ballaststoffe.

Nur gemeinsam sind sie stark: Serviere stets Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette.

Weise Gemüse und Salat den richtigen Weg: Direkt auf deinen Teller.

Die Mischung machts: Kombiniere Produkte mit niedrigem und hohen GI und GL.

Die bleiben lieber draußen: Meide zu stark industriell verarbeitete Lebensmittel.

Zeig Zucker den Mittelfinger und steiche ihn von der Speisekarte.

Verlieb dich in Vollkornprodukte.

Ganz schön bissfest, ganz schön gut. Koche Al-Dente und probiers auch beim Gemüse knackig.

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